Nikolai Winter


Zweimal jährlich verwandelt sich das Zürcher Nobelhotel Baur au Lac in eine Freiluftgalerie. Im Sommer bevölkern Skulpturen von Künstlern wie Robert Indiana oder Fernando Botero den Hotelpark mit Seeblick. In ihrer Herbstausstellung gibt die Hotelbesitzerin und Kuratorin von «Art in the Park», Gigi Kracht, gerne einem jüngeren Künstler eine Plattform. Diesmal fiel ihre Wahl auf den Basler Nikolai Winter. Der erst 24-jährige Skulpteur nennt ein tonnenschweres Werk sein Eigen. In den bisher bekannten Objekten paraphrasierte Winter Gesten - freche wie den von einer manikürten Frauenhand gezeigten Stinkefinger (Foto) und sanfte wie die angstbannende buddhistische Geste Abhaya Mudra. Die Serie «Luxury Goods», in der Markenprodukte wie CocaCola und Rolex in edle Chromfolie eingeschweisst sind, wurde speziell für die Parkausstellung geschaffen. Vor dem Hintergrund des Herbstparks und der glitzernden Seesicht entfaltet der konsumkritische Aspekt dieser Skulpturen eine besonders ironische Wirkung. EWA HESS

«ART IN THE PARK», Hotel Baur au Lac, Zürich. Zutritt auch für Nicht-Hotelgäste, bis 4.1. 2013